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Yukon Hecht Fischen

Das Yukon Territory im Nordwesten Kanadas ist ein wahres Schlaraffenland für Fliegenfischer. Nicht nur im Yukon, dem Fluss der dem Territory seinen Namen gibt, sondern auch in den unzähligen Zuflüssen und Seen tummeln sich Arktische Äschen, Hechte, Seeforellen, Regenbogenforellen, Lachse und Weißfische. Das Fliegenfischen auf Hecht oder genauer gesagt die im Yukon mögliche Sicht-Fischerei auf Hecht haben mich dabei am meisten fasziniert.

Der Yukon spielt in meiner Leidenschaft des Fliegenfischens eine sehr spezielle Rolle. Es war hier im Sommer 2010, als ich zum ersten mal eine Fliegenrute in der Hand hielt und damit überraschenderweise sogar erfolgreich war. Ja, ich bin nur 5 Minuten von der Deutschen Traun entfernt aufgewachsen. Hatte aber in meiner Jugend durch meine Skilanglauf-Karriere nur wenig Zeit zum fischen und das Fliegenfischen hatte sich nie ergeben.

Ich und ein Freund fischten damals im Yukon mit kleinen Spinnern an einem See-Auslauf auf Äschen. Nachdem sein Vater uns einige Zeit lang zusah begann dieser mit seiner Fliegenrute zu fischen. Zu meinem Erstaunen fing er eine Äsche nach der anderen. Als sein Vater mein Staunen wahrnahm zog er eine weitere Fliegenrute aus dem Gepäck, zeigte mir kurz wie ich werfen soll und schickte mich mit einer frisch angeknüpften Trockenfliege los. Schon nach ein paar Würfen fing ich meinen ersten Fisch mit der Fliegenrute. Ich war infiziert und der Rest ist Geschichte.

Fly fishing yukon

Aber nun zurück zur Gegenwart und zu den Hechten. Ich habe also den Norden British Kolumbiens und seine Steelheads verlassen und bin Mitte Mai in Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon's angekommen. Die Stadt Whitehorse liegt direkt am Yukon und entstand während des Klondike Goldrausches im späten 19. Jahrhundert als Durchreisestation nach Dawson City. Whitehorse besitzt einen Internationalen Flughafen und ist von Ende Mai bis Mitte September sogar von Frankfurt via Direktflug zu erreichen. Direkt in Whitehorse am Yukon River kann man überall Äschen fangen. Wer es aber auf Hechte aus hat muss die Stadt verlassen und die größeren Seen aufsuchen.

Fast alle großen Seen beheimaten Hechte. Google Maps hilf zudem herauszufinden welche dieser Seen Flachwasser-bereiche besitzen, in denen sich die Hechte im Frühjahr nach dem Laichen gerne aufhalten. Das spezielle ist dabei, dass viele dieser Flachwasser-bereiche sandigen Untergrund besitzen und dadurch die Tarnung der Hechte aufheben. Einige der Seen die sich für diese Fischerei besonders eignen sind der Fox Lake, Braeburn Lake, Twin Lakes, Squanga Lake, Little Atlin Lake und Snafu Lake. Die meisten dieser Seen sind ab Ende Mai Eisfrei und in unter 2 Stunden von Whitehorse aus zu erreichen. In Nordamerikanischen Verhältnissen gilt dies als "nicht weit entfernt".

Jetzt braucht man nur noch Sonnenschein, möglichst wenig Wind, und ein Boot, Kanu oder in meinem Falle ein aufblasbares Stand up Paddleboard (SUP). Da Whitehorse das Touristenzentrum des Yukon ist, gibt es hier auch überall Kanus und Paddleboards zum Verleih. Das Wetter kann im Yukon durchaus sehr abwechslungsreich sein, aber die Hechte lassen sich natürlich auch fangen wenn die Sicht-Fischerei nicht möglich ist.

Nature Yukon


Eine meiner ersten Entdeckungstouren mache ich an den Braeburn und die Twin Lakes, da ich hier von guten Sichtverhältnissen gehört habe. Am See angekommen Pumpe ich schnell mein Stand up Paddleboard auf und bestücke es mit der notwendigen Ausrüstung. Zu dieser gehört unumgänglich eine wasserdichte Tasche, Schwimmweste, Drift-Sack, Anker, Wind/Regenjacke und eine Box voller fängiger Hechtstreamer.

Das Wasser des Braeburn Lake ist glasklar und ich paddle durch das Ufer-nahe Wasser auf der Ausschau nach Hechten. Aber die erste Bucht welche der leichten Brandung des offenen Sees voll ausgesetzt ist schein Hecht-leer. Durch einen kleinen Kanal gelange ich zu ein paar vom offenen See abgetrennten Buchten, welche flacher und etwas vom Wing geschützt sind. Vielleicht halten sich hier ein paar Hechte auf. Langsam paddle ich in Richtung eines versunkenen Baumes und erspähe einen kleinen Hecht der nicht weit davon entfernt im seichten Wasser lauert.

Gezielt überwerfe ich den Hecht, sodass ich meinen Streamer ca. zwei Meter vor dem Hecht vorbeiziehen kann. Nach zwei strips schießt allerdings auf einmal ein etwas größerer Hecht aus seiner Tarnung im tieferen Wasser und attackiert den Streamer mit voller Wucht. Ich setze den Haken und der Hecht schüttelt seinen Kopf mit aggressiver Misslaune. Aber der mit angedrücktem Widerhaken gefischte, weiß-graue Pike Collector bleibt ohne Probleme im Hechtmaul sitzen. Der Mittelgroße Hecht ermüdet schnell und nach kurzem Drill darf er zurück in die Freiheit.

Den kleinen Hecht lasse ich jetzt erstmal in Frieden und ich paddle weiter auf der Suche nach etwas größeren Exemplaren. Ich komme an einen Abschnitt an dem das Wasser vom Ufer aus schnell in die Tiefe abfällt und einige Bäume das Ufer überhängen. Das ruft nach einem idealen Unterstand für einen Hecht. Ich mache aus weiter Entfernung einen Blindwurf in die heiße Zone. Der erste Wurf erzeugt kein Ergebnis, aber beim zweiten Wurf sehe Ich wie sich ein großer Schatten aus der Tiefe hebt und dem Streamer folgt. Mein Adrenalin steigt und meine Konzentration schwindet. Ein breitschultriger, über 1-meter großer Hecht folgt dem Streamer bis neben das Paddleboard. Aber er nimmt nicht sonder verschwindet blitzschnell in die Tiefe. Ich bin baff. In der bayerischen Heimat gilt ein Meterhecht als ein richtiges Kaliber und nur sehr selten bekommt man diese zu Gesicht. Aber was hätte ich anders machen können? Diese Gedanken kommen leider oft erst nach dem Geschehen. Ich hätte das Tempo wechseln können, den Streamer einfach mal nur langsam absinken lassen, oder aggressiv jerken können. Hätte, wenn und aber, es hilft jetzt nichts mehr, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Ich fange noch unzählige kleinere Hechte, und ein paar größere bis 75 cm. Die Fischerei ist absolut genial! Die Sicht-fischerei ist wie in der Karibik und noch nie habe ich so viele Hecht in so kurzer Zeit gefangen. Aber der Meterhecht geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Am Abend fahre ich an den Twin Lakes Campground an dem ich morgen mein Glück versuchen will, und vielleicht mache ich mich dann übermorgen auf den Weg zurück zum Braeburn Lake um den Meterhecht wieder aufzusuchen.

Ausrüstungsempfehlungen:

Rute: Schnurklasse 8 bis 10 z.B. SAGE Pike, SAGE X, oder Redington Predator

Rolle: z.B. SAGE Spectrum oder Redington BEHEMOTH

Schnur: RIO InTouch Pike/Musky Floating

Vorfach: Traun River Hechtvorfach oder RIO Wire Tippet zum selbstknoten

Streamer: Traun River Pike Collector, Predator Candy, Baitfish, Flash Streamer, oder Premium Hechthaken zum selbstbinden.

Wasserfahrzeug: Boot, Kanu, Belly Boat oder Stand up Paddleboard

Flats Yukon Hecht Yukon Hecht Yukon 2  Whitlock Streamer

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