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Neuseeland - Kingfish

Neuseeland - Salzwasser? Flats? Kingfish?

Wenn man an Neuseeland denkt, dann denkt man an große Bach- und Regenbogenforellen and glasklare Flüsse und faszinierende Landschaften. Aber Neuseeland hat viel mehr zu bieten! Es ist von Meer umgeben, und dort wimmelt es von hungrigen Räubern! Es fängt an mit Kahawai, der "bread and butter" Fisch der Salzwasserfischerei in Neuseeland. Diese aggresiven Räuber sind oft in großen Schulen unterwegs und fressen alles was sich bewegt, Garnelen, kleine Fische und Krebse, ein Clouser Minnow war hier mein absoluter Favorit! In Ufernähe und in Reichweite für uns Fliegenfischer sind Kahawai meist in der Größe zwischen 20 und 50cm, werden aber durchaus bis zu 70cm groß. Eine 5er oder 6er Forellenrute macht bei den kleineren Exemplare richtig Spaß, aber eine 8er ist am besten für die größeren. Zu finden sind Kahawai bevorzugt an Flussmündungen, Ästuarinen und Strukturen an Sandstränden.

 

Dieser Kahawai konnte einem Popper nicht widerstehen!                                                                  Wo der Sandstrand von Struktur unterbrochen wir findet man fast immer Kahawai.

 

Ein Clouser Minnow ist meine erste Wahl für Kahawai!

 

Ok, das war kurz und knapp über Kahawai. Warum, naja, obwohl Kahawai richtig viel Spaß machen sind sie eher am unteren Ende der Nahrungskette und wenn sie sich in tiefere Wasser wagen dann werden Sie unter anderem von Marlin, Schwertfish und großen Yellowtail Kingfisch gejagt. Diese sind aber nur mit großem Aufwand und vom Boot aus mit der Fliege zu fangen, aber "kleinere" Exemplare der Yellowtail Kingfish kommen immer wieder in Ufernähe um dort Kahawai, Mullet, Flunder und andere Futterfische zu Jagen. Und genau dann ist es möglich sie mit der Fliege zu überlisten. Oft wird diese Fischerei in Neuseeland mit der Fischerei in den wärmeren Pazifischen Gewässern auf kleinere Giant Trevally (GT) verglichen. Wenn sie in Fresslaune sind, dann sind die Kingies, wie die Neuseeländer sie nennen, äußerst aggresiv, nehmen gerne eine Popperfliege und marschieren wie ein D-Zug sobald Sie gehakt sind.

Aber nicht überall und immer kommen die Kingies in Ufernähe. Gerne findet man Sie in der Nähe von Ästuarinen wenn diese von der Flut leerlaufen und jede Menge Futterfische ins offene Meer schwimmen Müssen. Das ist dann wie im Running Sushi Restaurant. Für den Fliegenfischer ist diese Fischerei aber zäh, stundenlange Blindwürfe in die Strömungswirbel der Leerlaufenden Ästuare mit der Hoffnung dass irgendwann ein Kingie oder ein großer Kahawai den Popper, Clouser oder Baitfish Streamer attackiert.

 

Ein Leerlaufendes Ästuar ist immer ein Hotspot für Räuber.                                                                            Mein erster Kingfish kam wie aus dem nichts aus einem Kehrwasser eines leerlaufenden Ästuars

 

Einige Yellowtail Kingfish haben sich allerdings auf die Jagd in großen Flachwasserzonen spezialisiert. Sie nutzen den Rücken von großen Stachelrochen um unbemerkt nahe an Futterfische zu gelangen, oder schnappen sich Flunder die erst im letzten moment ihre Tarnung aufgeben und vor den Rochen flüchten. Einige dieser Flachwassergebiete sind die Häfen und Ästuare um Auckland und Tauranga auf der Nordinsel, aber auch die Golden Bay auf der Südinsel. Ich hatte das Glück drei Wochen in der letzteren Region zu verbringen und den Kingfish auf den Flats nachzustellen.

Endlose Flats in der Golden Bay 

Anfangs war es, wie man auf bayrisch sagt, richtig Zaach! Ich stand vor einem 20 km langem Küstenabschnitt mit Flats, Ästuaren und Flussmündungen und hatte keine Ahnung wo ich anfangen sollte. Zudem war das Wetter etwas trüb und die Bewölkung machte es extrem schwierig ins Wasser zu sehen. Nochdazu kamen dann zwei Tage mit auflandigem Wind welcher das Küstenwasser antrübte und ein spotten von Rochen oder Kingfish unmöglich machte. Aber zum Glück hat die Region mehr zu bieten als nur Fliegenfischen und Ich erkundete einige Höhlen in der Umgebung und fischte an den umliegenden Flüssen auf Bachforellen.

Auf der Suche nach Kingfish bei Bedektem Wetter

 

Als sich das Wetter endlich besserte zog es mich wieder auf die Flats auf Suche nach den Kingies, aber ich wusste immer noch nicht wo ich sie finden würde. Also blieb mir nichts anderes übrig als Zeit zu investieren und die Flats und Ästuare abzugrasen.

Es dauerte einige Tage, aber dann passiert es endlich! Es ist Flut, und 50 Meter vor mir sehe ich eine Bugwelle die sich langsam den Strand entlang auf mich zu bewegt. Das Wasser spiegelt und ich bin mir nicht sicher was es ist. Nervös wate ich einige Meter ins tiefere Wasser um freien Rückraum zum werfen zu haben. Ich lege einen Wurf einige Meter vor die Bugwelle, strippe den Popper in kurzen Zügen, und umso näher die Bugwelle kommt, umso höher steigt mein Adrenalinl!!!!

Aber nichts passiert.

Es scheint als sei die Bugwelle nicht interessiert. Ich lege den Popper noch einmal ein paar Meter vor die Bugwelle und strippe diesmal aggresiver, und die Bugwelle reagiert! Das Wasser explodierte geradezu als der Fisch den Popper attackiert. Ich setzte den strip-strike, aber nichts passiert. Schei***, der Popper saß einfach nicht richtig. Naja, zumindest ein erster Kontakt, und meine finger zittern trotzdem, obwohl ich keinen Drill hatte.

In den folgenden Tagen konnte ich dann aber immer öfter Rochen und Kingfish finden und diese auch überlisten. Einige dieser Szenen konnte ich auf Video festhalten, welches Ihr am Ende des Beitrages findet.

 Yellowtail Kingfish bei der Landung

Ein Kingfish im Backing                                                                                                                            Yellowtail Kingfish bei der Landung

 

Ein wunderschöner Kingie

 

Ausrüstungsempfehlung und Tips:

Rute: 8-10er Ruten mit starkem Rückrad, z.B. SAGE Salt, SAGE X oder Redington Predator

Rolle: Salzwasserfeste Rolle mit starker Bremse, z.B. SAGE 6210, SAGE Domain 10, Redington Behemoth 9/10

Schnüre: Floating oder Intermediate. z.B. RIO Outbound, RIO Striper, RIO Tarpon, RIO Big Nasty

Vorfach: 9ft, mindestens 20lb Tragkraft, aber geringere Tragkraft als Fliegenschnur!!!

Backing: 8er Rute mindestens 300m. Bei 10er reichen 200m

Bekleidung: Sonnenschutz, Sonnenschutz, Sonnenschutz!! Langarmshirts, Sonnentücher, Caps, evtl. Sonnenhandschuhe...

Verfügbare Guidings:

Auckland (North Island) - SaltFlyFish

Tauranga (North Island) - KingTideSaltFly

Collingwood (Golden Bay, South Island) - NZ Trout Adventures

 

Text und Bild: Michael Schallinger

 

https://www.youtube.com/watch?v=k0wLRMwMG2E&t=5s

 

 

Ein Popper nach getaner Arbeit.                                                                                                                Kormorane und Krähenscharben gibt es in Neuseeland wie Sand am Meer.

 

 

Auch an den felsigen Küstenabschnitten gibt es Fische zu fangen.                                                           Z.B. Snapper. Hier ein eher kleines Exemplar des populären Sportfisches.

 

 

 

 

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